Die Hanns A. Pielenz Stiftung

Die AMANN Group ist Teil der Hanns A. Pielenz Stiftung, die 2005 von ihrem Namensgeber gegründet wurde.
Durch die Übertragung seiner Anteile an die Stiftung sicherte Hanns A. Pielenz das dauerhafte Fortbestehen des traditionellen Familienunternehmens.
Die gemeinnützige Stiftung ist Gesellschafterin der AMANN Group und fördert Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Erziehung.
Dazu gehört die regelmäßige Unterstützung regionaler Projekte und Einrichtungen.

Jugendgipfel: Future fashion at school

Zum Abschluss des Projekts „FUTURE FASHION at School“ fand vom 26.-27. September der Jugendgipfel zu den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDG = Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der bewusste Konsum und nachhaltige Textilien.

Die Hanns A. Pielenz Stiftung unterstützte schon 2018 das vom Friedrich-von-Alberti-Gymnasium in Bad Friedrichshall ins Leben gerufene Pilotprojekt „Globales Lernen“. So war es für die Hanns A- Pielenz Stiftung war es klar, dass auch die Durchführung des Jugendgipfels maßgeblich finanziell unterstützt wird. Wir danken allen Beteiligten vor und vor allem hinter den Kulissen für diese tolle uns inspirierende Veranstaltung!

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Future fashion at school Delegation reist nach Genf zur UNO

Mit der Initiative „Future fashion at school“ wird das Thema nachhaltige Textilien und bewusster Konsum mit der Betonung der 17 Nachhaltigkeitsziele bzw. „Sustainable Development Goals“ (SDGs 2030) an die Schulen in Baden-Württemberg gebracht. Die Hanns A. Pielenz Stiftung unterstützt dieses Projekt seit Beginn. Nun sind 31 ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen der Landkreise Heilbronn und Ludwigsburg zur UNO nach Genf gereist - das Ziel: gemeinsam einen Jugendgipfel zu organisieren.

Unter anderem besuchten sie eine internationale Konferenz, zu der die Schülerinnen und Schüler mit einem herzlichen „Welcome to our future leaders!“ begrüßt wurden. Nach zahlreichen Interviews mit unterschiedlichen hochrangigen UN-Mitarbeitern, hatten sie die Möglichkeit Daniel Hogstan, der 2017 mit der NGO ican (eine Organisation, die sich für atomare Abrüstung einsetzt) den Friedensnobelpreis gewann, kennenzulernen. „Lasst euch nicht von eurer Vision abbringen, setzt euch für eine bessere Welt ein und handelt auch selber so." Diese ermutigenden Worte gab er den sichtlich beeindruckten Schülerinnen und Schüler mit auf den Rückweg nach Deutschland. Mit ihrem frisch gewonnenen Wissen wollen sie im September 2019 einen Jugendgipfel organisieren, um „Future fashion at school“ an weiteren Schulen in Baden-Württemberg zu platzieren.

Realschule Bobingen: Sitzecke für Leseratten

Bereits seit einigen Jahren pflegt die Hanns A. Pielenz Stiftung eine enge Zusammenarbeit mit der Realschule Bobingen. So ermöglichte die Stiftung der Schule u.a. den Erwerb von Werkbänken, Schraubstöcken und Robotic-Bausätzen.

Nun hat die Hanns A. Pielenz Stiftung die Realschule Bobingen ein weiteres Mal unterstützt. Schon seit längerem bestand vonseiten der Schule der Wunsch nach einem gemütlichen Lesebereich, der zum Lesen und Verweilen in der Schulbibliothek anregt. Mit der Spende einer Sitzoase, die auch von der SMV oder der Theater-AG als Treffpunkt genutzt wird, konnte dies jetzt realisiert werden.

Future fashion at school: Globales Lernen für nachhaltigen Modekonsum

Die Hanns A. Pielenz Stiftung unterstützt das vom Friedrich-von-Alberti-Gymnasium in Bad Friedrichshall ins Leben gerufene Pilotprojekt „Globales Lernen“, das Schüler von insgesamt zehn Schulen für Nachhaltigkeit – eines der 17 UN-Ziele – sensibilisieren soll und bei der Umsetzung erster Schritte begleitet.

Die Kenntnis über die 17 Nachhaltigkeitsziele soll die Schüler anspornen, sich mit dem eigenen Lebensstil auseinanderzusetzen und auf den Weg der Veränderung zu machen. Das Thema Mode wird unter dem Aspekt des „Nachhaltigen Konsums“ – Ziel 12 – aufgearbeitet. Dabei geht es beispielsweise um die Unkenntnis des Konsumenten über die Bedingungen der „Textilen Kette“. Ziel ist es, die Schüler zu mehr Verantwortung für das eigene Verhalten und Tun zu motivieren.

ARCHE IntensivKinder in Kusterdingen

Die ARCHE IntensivKinder bietet Intensivpflege und ein Zuhause für dauerbeatmete Kinder. Bereits 2014 unterstützte die Hanns A. Pielenz Stiftung die Ausstattung des Neubaus in Kusterdingen bei Tübingen. 2018 finanzierte die Stiftung zudem die Anschaffung eines tragbaren Sonografiegeräts.

In der ARCHE leben Kinder, die aufgrund schwerer Erkrankungen dauerhaft beatmet werden müssen. Ein Leben in der eigenen Familie ist für sie wegen der nötigen intensivmedizinischen Pflege nicht möglich. Ihnen bietet die ARCHE IntensivKinder ein Zuhause und ihren Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind sicher und in warmherziger Atmosphäre aufgehoben ist. Gegründet wurde sie 2007 von Christiane Miarka-Mauthe und Sabine Vaihinger.

Die Hanns A. Pielenz Stiftung förderte bereits 2014 die Ausstattung des ARCHE-Neubaus mit 200.000 Euro. Mit einer weiteren großen Spende konnte die ARCHE 2018 das lang gewünschte, tragbare Sonografiegerät erwerben. Es erspart den ARCHE-Kindern manchen Transportweg ins Krankenhaus und trägt dazu bei, eine hochwertige medizinische Versorgung in einem gemütlichen, kindlich-fröhlichen Zuhause anbieten zu können. 

Spielgeräte und Beamer für Kindergärten und Schulen

Die Hanns A. Pielenz Stiftung unterstützt die Gemeinden der deutschen Standorte Bönnigheim, Erligheim und Augsburg regelmäßig mit Spendengeldern. Zuletzt wurden diese unter anderem für den Erwerb von Spielgeräten und Beamern an den ortsansässigen Kindergärten und Schulen eingesetzt. 

So hat beispielsweise die Kindertagesstätte im Bönnigheimer Schlossfeld ein neues Spielgerät mit Rutschen und Klettergerüsten erhalten, das Erligheimer Kinderhaus einen „Heinzelmännchen-Zug“ und ein „Elefanten-Klavier“. Weitere Spendengelder flossen in die Anschaffung von acht neuen Beamern für die Grundschule Erligheim-Hofen.
 

Festspielhaus Baden-Baden: „Teach the teacher“

Seit vielen Jahren unterstützt die Hanns A. Pielenz Stiftung die Kinder- und Jugendarbeit des Festspielhauses Baden-Baden. Beim Workshop-Projekt „Teach the teacher“ erhalten Pädagogen von internationalen Künstlern Anregungen, um mit einfachen Methoden die Musik in den täglichen Unterricht zu integrieren. 

Mit einer exklusiven Partnerschaft fördert die Hanns A. Pielenz Stiftung seit 2014 das Projekt „Teach the Teacher“. Die Qualität der musikalischen Vermittlungsarbeit in Schulen ist stark von der Ausbildung der jeweiligen Pädagogen abhängig. Das Projekt „Teach the teacher“ ist ein Fortbildungs- und Motivationsprogramm für Musiklehrer, fachfremde (aber interessierte) Pädagogen sowie Studenten der Schulmusik. Ziel ist es, Lehrerinnen und Lehrer mit neuen Ideen für ihre tägliche Arbeit zu inspirieren. Durch die Anbindung an das Festspielhaus-Programm lassen sich bedeutende Werke der Musikgeschichte, international tätige Künstler und regionale Talente in die Arbeit miteinbinden. 

Stipendium der Hanns A. Pielenz Stiftung

Gleiche Chancen für alle: In Kooperation mit der Hochschule Niederrhein fördert die Hanns A. Pielenz Stiftung zukünftige Studierende aus den Ländern China und Bangladesch, die durch besonders gute Notenleistungen auffallen. Ziel der Förderung ist eine akademische Laufbahn, die viele Familien ohne Unterstützung nicht alleine ermöglichen könnten. Für Praxisnähe sorgt die Einbindung der Stipendiaten in den Arbeitsalltag bei AMANN. Auch für das Leben fernab der Heimat kommt die Stiftung auf und leistet Unterstützung.

Der Stifter

Hanns A. Pielenz wurde am 22. November 1939 in Heilbronn geboren. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann, bevor es ihn in die Textilbranche zog und er ein Studium am Institut Hohenstein absolvierte. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums begann er seinen beruflichen Werdegang im Familienunternehmen Amann & Söhne GmbH & Co. KG, das sein Urgroßvater bereits im Jahr 1854 gegründet hatte.

Seine fundierten Fachkenntnisse, seine unermüdliche Einsatzbereitschaft sowie sein unternehmerisches Talent führten dazu, dass er bereits 1968 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der AMANN Group ernannt wurde und die Geschäfte des Unternehmens über mehrere Jahrzehnte, bis hin zu seiner Pensionierung im Jahr 2005, sehr erfolgreich führte. Unter seiner Führung wandelte sich das traditionsreiche Familienunternehmen zu einer weltweit operierenden, innovativen Unternehmensgruppe in der Textilindustrie, bekannt für höchste Qualität seiner Produkte und Dienstleistungen. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Geschäft blieb Hanns A. Pielenz der AMANN Group immer eng verbunden und weiterhin ein wertvoller Berater und Gesprächspartner für die Geschäftsführung.

Seine Innovationskraft und seine damit verbundenen Leistungen für die gesamte Textilindustrie waren mit Gründe dafür, dass ihm 2009 die Otto-Mecheels-Medaille verliehen wurde – eine Auszeichnung des Instituts Hohenstein für besondere Verdienste in Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft.

Klingt dies alles schon nach einem erfüllten Arbeitsleben – für Hanns A. Pielenz war es noch lange nicht genug. Bereits in der Zeit, in der er an der Spitze der AMANN Group stand und die Globalisierung des Unternehmens vorantrieb, baute er sich in den USA ein zweites Imperium auf und wurde Vorstandsvorsitzender von URS, einer in Atlanta ansässigen Kühlhaus-Firma. Wiederum gelang es ihm, mit Visions- und Innovationskraft ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, das unter seiner Führung zu einem der größten Unternehmen für Kühlhäuser in den gesamten USA wurde.

Viele weitere Unternehmungen in den USA folgten – Hanns A. Pielenz war immer wieder voller Motivation und Tatendrang, neue Wege zu gehen. Der Erfolg gab ihm recht. Er war ein Unternehmer mit einem untrüglichen Sinn fürs Geschäft, stets offen für eine vielversprechende Idee und bereit, unternehmerisches Risiko und Verantwortung zu tragen.

Aber nicht nur der Geschäftssinn war es, der ihn zu einem außergewöhnlichen Unternehmer machte. Es war auch die Leidenschaft für seine Arbeit, der Mut, Neues auszuprobieren, und vor allem der Respekt und die Achtung, die er seinen Mitmenschen entgegenbrachte. Er war Mentor und Förderer vieler Geschäftsleute und Jungunternehmer, mit denen er seine Erfahrungen und sein Wissen teilte. Für seine Mitarbeiter hatte er stets ein offenes Ohr, schätzte und suchte den Kontakt mit ihnen und wurde im Gegenzug dafür geachtet und respektiert.

Über viele Jahre engagierte sich Hanns A. Pielenz darüber hinaus sehr erfolgreich in der Pharmaindustrie sowie in der Medizintechnik. Als er selbst an Myelofibrose erkrankte, initiierte und finanzierte er die Erforschung eines neuen Heilmittels für diese Krankheit. Bedauerlicherweise kamen die Ergebnisse für ihn persönlich zu spät. Jedoch verliefen die ersten Tests an Patienten sehr vielversprechend und so wird auch dieses Engagement noch lange positiv nachwirken. Hanns A. Pielenz starb am 13. Juni 2013 in seinem Haus in Vero Beach, Florida.